Ötztal (Teil 2)
Diese steinernen Riesen sind die Könige des Ötztales. Sie müssen erklettert werden. Übernachtet wird auf den Mehrtagestouren in Häusern des Alpenvereins, wie dem Ramolhaus.
Morgens, gleich nach Sonnenaufgang geht es los. Angeführt werden die Gruppen meist von einem Bergführer. Er kennt jeden Weg im hochalpinen Gelände und kann das Wetter und seine überraschenden Änderungen gut einschätzen. Hier oben, oberhalb von 3.000 Metern fällt selbst im Hochsommer Schnee.
Im Licht der aufgehenden Sonne hat das Berpanorama eine ganz besondere Stimmung. Deutlich ist der Gipfel der Hohen Wilde, Sehnsucht aller Bergsteiger zu erkennen.
Auch Ronald Ribis, der Bergführer aus Obergurgl ist mit einer Gruppe Richtung Ramolhaus unterwegs.
Er ist auf einer anspruchsvolle Klettertour zum Gipfel.
Die Kletterer sind die ersten, die ihre Spuren im frisch gefallenen Schnee der vergangenen Nacht hinterlassen.
An besonders gefährlichen Stellen kommt das Sicherungsseil zum Einsatz. Berühmt wurden die Ötztaler Bergführer, als sie 1931 den Schweizer Höhenforscher August Picard nach einer Bruchlandung vom Gletscher retteten. Hochspezialisierte Ausrüstung und Bekleidung haben Hemd und Krawatte als ehemalige Berufsbekleidung ersetzt. Bergführer und Gast sind ein Team. Früher war der Gast die HERRSCHAFT, die auf den Berggipfel geführt wurde.
Egal ob früher oder heute, das Ziel ist das gleiche geblieben. Die Herausforderung „Berg“ und den Gipfel erreichen.