Biarritz Teil 4: Sport
Pelota. Baskischer Nationalsport und das schnellste Ballspiel der Welt. Mit rund 200 Stundenkilometern wird der Ball von den Spielern an eine Wand geschleudert.
Wegen der großen Geschwindigkeit müssen Spieler und Schiedsrichter Helme tragen und die Zuschauer sitzen hinter einem Sicherheitsnetz. Zweimal in der Woche können die Gäste in Biarritz in die Pelota Halle kommen und sich die Spiele ansehen. Dabei bekommen sie auch das Spiel und seine Regeln erläutert.
Hier wird Pelota in der Variante Cesta Punta gespielt. Als Schläger dient ein Handschuh, der mit einem länglichen Korb verbunden ist. Daher auch der Name Cesta Punta, Spitzkorb.
Auch bei Jugendlichen ist Pelota sehr beliebt. Viele träumen von einer Karriere als Profi in den USA. Vor allem in Florida ist das Spiel sehr beliebt und es werden hohe Wetten auf die Mannschaften abgeschlossen. Zu einer Mannschaft gehören zwei Spieler. Der Ball wird immer abwechselnd geschlagen und darf nur einmal den Boden berühren.
Biarritz ist auch der Ursprung des Wellenreitens in Europa. Die Bucht und die Felsen verstärken die Wellen und vor allem bei auflaufender Flut gehen die Könner in den tosenden Atlantik. Während der Dreharbeiten zu einem Hollywood-Film brachten amerikanische Schauspieler den Ritt auf der Welle nach Biarritz. Französische Komparsen schauten sich das Surfen ab und verbreiteten den Sport in Europa.
Jetzt reiht sich ein Surf Shop an den anderen und wenn die Flut kommt, finden sich immer ein paar Schaulustige ein. Ziel ist es, möglichst lange auf der Welle zu reiten. Die richtigen Kracks können, selbst bei diesen relativ zahmen Wellen Pirouetten drehen oder waghalsige Sprünge machen.
Und so verbinden viele Surfer mit Biarritz nicht Napoleon und Eugenie, sondern den Spaß an der Welle.