Frickenhausen am Main – Ein Weindorf aus dem Bilderbuch

Das Haupttor von Frickenhausen. Schon von weitem ist es mit seinem Renaissancegiebel zu sehen. Hier, im Osten der historischen Stadtmauer betritt der Besucher einen der ältesten mittelalterlichen Weinorte in Mainfranken.

Das historische Erscheinungsbild ist bis heute nahezu unverändert erhalten geblieben. Viele der Fachwerk- und Barockgebäude entstanden während der Herrschaft des Domkapitels zu Würzburg. Im Gefolge der hohen, geistlichen Herren aus Würzburg kamen auch andere Adelsfamilien hierher. Sie kauften die Weinkeller oder bauten neue. Dazu stellten sie prächtige Fachwerk- und Patrizierhäuser. Heute sind darin gemütliche, romantischen Hotels und Gasthäuser. Jedes Haus hat dadurch einen individuellen Charakter. Basis des Reichtums in dieser Zeit waren der Wein und der Weinhandel. Auf den Muschelkalkböden an den Hängen des Mains wuchs ein guter Wein und brachte Wohlstand in den Ort. Die steinernen Zeugen sieht man noch heute.

Die alte Stadtmauer, die den nahezu viereckigen Grundriss von Frickenhausen umschließt ist fast vollständig erhalten. Teile der Mauer wurden inzwischen beim Bau neuer Häuser integriert. Bei einem Gang um die Stadt öffnet sich überall der Blick auf die Weinberge. Der Besucher, der mit offenen Augen durch Frickenhausen schlendert, findet überall Spuren der Geschichte und merkt, wie alt dieser Ort ist. Wer bei Frickenhausen an Wein denkt, der darf den Main nicht vergessen. Träge zieht er heutzutage seine Bahn und gibt sich ganz friedlich. Wenn man ihn so sieht, ist es kaum vorstellbar, dass der Fluss sein Bett aus der Landschaft herausgefräst hat. Den Schwänen wird es egal sein.

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