Assos – Erinnerungen an Alexander den Großen

Hier wurde hellenistische Kultur in Stein gehauen. Diese Ruinen eines griechischen Tempels im dorischen Baustil stehen in Assos einer Stadt an der Südwestküste der türkischen Ägäis.

Assos heißt heute zwar Behramkale, seine klassische griechische Vergangenheit kann der Ort aber nicht leugnen. Wo heute die türkische Jugend spazieren geht, lebten einst bedeutende Menschen des Altertums und der Antike. Wie zum Beispiel der Philosoph Aristoteles, Alexander der Große und der Apostel Paulus.

In der Ferne zeichnet sich die Silhouette der beliebten griechischen Ferieninsel Losbos ab. Hier verläuft die Grenze zwischen den seit Jahrhunderten verfeindeten Nachbarn Türkei und Griechenland.

Oben auf dem Berg thronen die Ruinen der alten Befestigung. Heute sind sie ein beliebter Hintergrund für Fotos. Generell geht die türkische Jugend recht locker mit der antiken Vergangenheit ihrer Heimat um. Am Fuß der Anlage ist ein kleiner Andenkenmarkt. Hier gibt es alles, was man als Souvenir aus Assos mitbringen kann. In der Nebensaison, wenn die meisten Strandtouristen die Türkei verlassen haben, kommen viele türkische Schulklassen hierher. Sie können dann die lange Geschichte ihres Landes hautnah erleben.

Auch hier in Assos gibt es die Reste einer Nekropole – einer Totenstadt. Eine breite, eindrucksvolle Straße führt hinüber zum Westtor der alten Stadtmauer.

Die Ruinen der Befestigungsanlage sind auch heute noch beeindruckend und man kann verstehen, dass die so befestige Stadt ein wichtiges Zentrum in der Region war. Überall suchen Archäologen im Boden nach Zeugnissen der Vergangenheit. Auch deutsche Forscher und deutsche Universitäten sind an den Grabungen beteiligt. Auch einige Diplom und Bachelorarbeiten wurden über die Ausgrabungen und die Geschichte von Assos geschrieben.

Jetzt in der Nebensaison können historisch interessierte Touristen fast ungestört durch die Ruinen streifen. Sie gehen dann durch eine Stadt, die mit Fug und Recht einen Platz in den Geschichtsbüchern der Antike bekommen hat.

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