Gros-Morne-Nationalpark – Ausflug in die Erdgeschichte

Es ist Sommer in Neufundland. Die ideale Zeit, um in dieser außergewöhnlichen Landschaft zu wandern. Wer im Gros Morne Nationalpark an der Westküste Neufundlands unterwegs ist, macht nicht einfach nur einen Ausflug. Er blättert sozusagen im Buch der Erdgeschichte.

Weite Teile des Nationalparks – die sogenannten Table Lands – erinnern an eine rote, wüstenartige Mondlandschaft. Das rote Gestein ist die unverwitterte Erdkruste, die von den gewaltigen Kräften der Plattentektonik nach oben geschoben wurde. Hier wachsen nur ein paar spezielle Pflanzen, die den Boden vertragen. Für die meisten Pflanzen ist dieser Boden toxisch, also giftig.

Mit zwei Steinen zeigt Cedric der Guide, was hier geologisch passiert ist. Geologie und Erdgeschichte anschaulich gemacht.
Der Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze, ist einer der Spezialisten, die gelernt haben hier zu überleben. An einem Gesteinsbrocken erklärt Cedric die chemischen Prozesse, die im Gestein abliefen und ihre Spuren hinterlassen haben.

Ein paar Spritzer Wasser und die Wanderer können ein kleines Wunder beobachten. Das auf den ersten Blick tote Moos erwacht zum Leben. Grün, die Farbe des Lebens. Berühmt sind auch die Wasserfälle im Nationalpark.

Die Pissing Mare Falls stürzen sich 350 tief in den Western Brook Pond. Es sind die höchsten Wasserfälle im Osten des nordamerikanischen Kontinents. Die Table Lands liegen in den Long Range Mountains, einem Ausläufer der Appalachen. Cedric erzählt, dass die Table Lands der entscheidende Grund dafür waren, den Nationalpark zum UNESCO Weltkulturerbe zu erklären.

Bei diesem Ausflug in die Erdgeschichte schweift der Blick immer wieder zum Western Brook Pond ab. Ein ehemaliger Fjord, voll mit geschmolzenem Gletscherwasser. Es soll eines der reinsten Süßwasser auf der Erde sein. Das zeigt, Gletscherwasser muss nicht immer in Flaschen abgefüllt werden.

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