Neufundland – Siedlungsspuren der Wikinger

Stolz weht die Flagge der Vereinten Nationen über L’Anse aux Meadow.
Dieser Ort, oder besser, das was die Archäologen hier gefunden haben, gehört seit 1988 zum Weltkulturerbe. Hier in dieser Bucht auf Neufundland hat der legendäre Wikinger Leif Ericsson seinen Fuß auf den amerikanischen Kontinent gesetzt. Und das war um das Jahr 1000. Fast 500 Jahre vor Christoph Columbus. Die Funde hier beweisen die Theorie, dass Wikinger als erste Europäer mit ihren Schiffen den amerikanischen Kontinent erreichten. Ein nachgebautes Wikingerdorf an der Ausgrabungsstätte soll an die Zeit der ersten Siedler erinnern. Es ist inzwischen eine der Touristenattraktionen in Neufundland. Innen haben die Einheimischen die Hütten so ausgestattet, wie man das so in den Wikinger Filmen sieht. Da die Wikinger ja große Kämpfer waren, liegen hier die entsprechenden Kampfutensilien: Schilde, Helm und Schwert. Während die Männer in den Kampf ziehen, zeigen die Frauen wie damals Stoffe und Teppiche gewebt wurden. Natürlich darf da der Met aus dem Trinkhorn nicht fehlen. Alles wird von den Besuchern mit dem Handy oder dem Tablet festgehalten. Natürlich hat der Ort das Prädikat „Weltkulturerbe“ nicht wegen der Wikinger Hobbydarsteller erhalten. Hier wurden ja wirklich Überreste einer Wikinger Siedlung gefunden, die man auf einer Art Lehrpfad besichtigen kann. Untersuchungen der Archäologen haben ergeben, dass die Männer aus dem Norden Europas hier nicht allzu lange siedelten. Das ausgestellte Wikingerschiff ist ein Nachbau und wurde keinesfalls ausgegraben. Beleg für einen geordneten Rückzug der Siedler – wahrscheinlich durch eine Klimaveränderung verursacht. Zwar werden in der Siedlung Eisennägel geschmiedet, aber das gehört zur Show. Die wenige Eisenschlacke die gefunden wurde, ist ein weiterer Beweis für die kurze Besiedlung. Aber es macht sich gut, wenn der Blasebalg arbeitet und der Hammer die Nägel schmiedet. Auf alle Fälle bekommen die Besucher in dem Wikinger Dorf eine ordentliche, deftige Mahlzeit. Ob allerdings dieses Gericht auf dem Speiseplan des legendären Leif Ericsson gestanden hat, das ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Schmecken tut es aber trotzdem.

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